Die Migration hat auch für Deutschland eine zunehmend stärkere Bedeutung bekommen. Insbesondere hinsichtlich der Integration ergeben sich hier einige Problemfelder, die wir an dieser Stelle näher beleuchten möchten. Die neue Zuwanderungs- und Integrationspolitik besteht seit 2005 und mit ihr gingen einige Neuerungen einher.
Dabei wird mit der neuen Zuwanderungs- und Integrationspolitik ein gesellschaftspolitisches Thema aufgegriffen, das in diesen Tagen für Deutschland von besonderer Bedeutung ist. Ob die Abschiebung, die Integration, die Flüchtlingskinder oder die ausländischen Fachkräfte, all diese Themenbereiche werden im Rahmen der Migration und Integration näher beleuchtet.
Die Grundlagen der neuen Zuwanderungs- und Integrationspolitik
Durch die Neuerungen bezüglich der Zuwanderungs- und Integrationspolitik wurden bereits Ende 2005 auch politische Ämter aufgewertet und Personalwechsel vorgenommen. So sind die Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration nicht mehr länger nur Staatssekretäre, sondern Staatsminister. Besonders wichtig erschien es im Rahmen dieser Neuerung, den Schwerpunkt auf die Integration der Einwanderer zu legen. Aber auch die weitere Zuwanderung sollte seither besser gesteuert werden können.
Besonders wichtig erschien auch die Integration, die dem Motto Fördern und Fordern folgt. Hierbei haben sich speziell die Kurse zur Erlangung deutscher Sprach- und Gesellschaftskenntnisse durchgesetzt. Schon im Juni 2006 war es dann soweit, dass der erste deutsche Integrationsgipfel veranstaltet wurde. Hierbei ging es insbesondere um den Dialog, wie Migranten besser gefördert werden könnten. Auch wurde mit Hilfe der Migrantenorganisationen in Deutschland, sowie weiteren Beteiligten der Nationale Integrationsplan entwickelt. Besondere Bedeutung kam auch den Moslems zu. Sie stellen mit 3,5 Millionen Menschen in Deutschland eine besonders große Gruppe dar. Ebenfalls wurde deshalb im Sommer 2006 der Islamgipfel ins Leben gerufen. Hierbei geht es vor allen Dingen um den Dialog mit muslimischen Vereinigungen und Einzelpersonen.
Im Jahr 2007 wurde es durch die EU-weite Anpassung des Migrationsrechts notwendig, das deutsche Zuwanderungsgesetz ebenfalls zu novellieren. Diese Novelle wurde von der Öffentlichkeit kritisch beäugt, zumal viele Grundlagen des Ausländer- und Aufenthaltsrechts deutlich verschärft wurden.
Geschichte der Migration in Deutschland
Doch um die Bedeutung der zahlreichen Migrations- und Integrationsgesetze zu erkennen, muss man auch ein wenig in die Geschichte der deutschen Migration zurück blicken. Schon in den 1880er Jahren begann die Migration in Deutschland. Es wurden mehr und mehr Arbeitskräfte benötigt. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges wurden schon 1,2 Millionen ausländische Wanderarbeiter, zumeist Polen, in Deutschland beschäftigt. Allerdings war deren dauerhafte Einwanderung nicht erwünscht, was durch strenge Auflagen und Überwachungen gewährleistet wurde. Im Ersten Weltkrieg dann wurden mehr und mehr ausländische Zwangsarbeiter von den Unternehmen beschäftigt.
Während der Zeit der Weimarer Republik nahm die Zahl der Arbeitsmigranten ab. Dafür gewann die Flüchtlingsmigration an Bedeutung. Viele Russen flohen nach Berlin, um sich so dem Bürgerkrieg in Russland zu entziehen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Zwangsmigration immer deutlicher. Juden und andere Menschen wurden zur Zwangsarbeit deportiert, während in den osteuropäischen Ländern Volksdeutsche zwangsweise beheimatet wurden. Etwa zehn bis zwölf Millionen Ausländer wurden in dieser Zeit in der deutschen Kriegswirtschaft beschäftigt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten etwa zehn bis zwölf Millionen Menschen wieder in ihre Heimat gehen oder aber ins Ausland auswandern. Bis 1950 war der größte Teil dieser Menschen dann auch wieder aus Deutschland verschwunden. Dennoch gab es das Problem, das noch zu viele Zwangsarbeiter im übervölkerten Nachkriegsdeutschland lebten.