Archiv für 23. März 2011

Das Global Forum on Migration and Development

Das Global Forum on Migration and Development, kurz GFMD, stellt einen internationalen Dialog dar. Er ist freiwilliger und zwischenstaatlicher Natur, wobei der Dialog nicht bindend für die teilnehmenden Staaten ist. Der gobale Dialog befasst sich vorwiegend mit den Themen der Migration in den einzelnen Ländern und wie man die Migranten am besten aufnehmen und in die Gesellschaft integrieren kann.

 

Erstmals fand das GFMD im Juli 2007 statt. Veranstaltungsort war damals Brüssel. Im Oktober 2008 fand das Forum auf den Philippinen statt und im November 2009 in Athen. 2010 war der Veranstaltungsort Mexiko. Besondere Aufmerksamkeit schenkt man bei dem Forum, in dem es um Migration im Allgemeinen geht, der Eingliederung der Migranten in die einzelnen Gesellschaften.

 

 

 

 

Aufnahmetests für die Migration

 

In vielen Ländern ist eine Einwanderung nur unter hohen Auflagen möglich. So müssen teilweise Bargeldbeträge nachgewiesen werden können, mit denen man seinen Lebensunterhalt bestreitet. Dieses Vorgehen soll dazu beitragen, dass die Migranten nicht auf Kosten des Staates leben, in den sie auswandern wollen. Gleiches gilt für die Auflage, dass man einen Job im neuen Land hat oder sich dort selbstständig machen möchte. Hierfür muss jedoch ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden, welches möglichst vielversprechend ist.

 

Weiterhin verlangen einige Länder Aufnahmetests. Hierbei müssen Migranten nachweisen, dass sie sich mit der Geschichte des Landes, dem politischen System, der Sprache und vielem mehr auskennen. Diese Tests sollen dazu beitragen, dass die Migranten es aufgrund ihres Wissens einfacher haben, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

 

Austausch über Arbeitsfähigkeit und -willigkeit

 

Da aber die Voraussetzungen für die Migration in jedem Land anders sind, gilt es, sich gegenseitig über die Bestimmungen auszutauschen. Hierbei kommt es unter anderem auch darauf an, dass die Migranten arbeitswillig sind. Denn nur so können sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, was wichtig ist, damit sie dem Staat nicht zur Last fallen. Jedoch scheitert die Arbeitsaufnahme in einigen Ländern daran, dass keine Arbeitsgenehmigung ausgestellt wird, die die Grundvoraussetzung für eine Arbeitsaufnahme darstellt. Auch darüber wird beim GFMD diskutiert, um gemeinsam neue Lösungsansätze für entsprechende Probleme zu finden.

 

Vielfach müssen Flüchtlinge als Migranten aufgenommen werden. Sie kommen oftmals aus krisengebeutelten Regionen, die kein menschenwürdiges Leben mehr zulassen. Da diese Menschen nicht in Kriegsgebieten leben wollen, machen sie sich auf die Flucht in andere Länder und hoffen dort auf Aufnahme. Ihnen kann man diese Aufnahme sicher nicht so ohne Weiteres verwehren, das verbieten schon die internationalen Menschenrechte. Dennoch müssen die einzelnen Staaten auch darauf achten, dass sie nicht von einer Flüchtlingswelle überflutet werden. Denn in jedem Land ist der Platz begrenzt, an dem Menschen wohnen können. Zudem kann es nicht für alle ausreichend Arbeitsplätze geben und hier ist die Befürchtung oft groß, dass Migranten den Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen könnten, weil sie bereit sind, zu geringeren Löhnen zu arbeiten.

 

Allerdings hat sich in der Praxis oft genug gezeigt, dass eine Bedrohung von den Migranten nur sehr selten ausgeht. Vielfach sind die Einheimischen gar nicht bereit, niedere Arbeiten aufzunehmen, was auch Unternehmer bestätigen, die händeringend nach Hilfskräften suchen. Dann können Migranten die optimalen Mitarbeiter sein.

 

 

Foto: ©dido-ob/ pixelio.de